Sicherer Hafen: Ein Containerterminal für Constanța
INFRASTRUKTUR
Klar Schiff im Hafen von Constanța: In nur 25 Monaten hat die PORR in Rumänien einen Containerterminal gebaut. Projektleiter Laurențiu erzählt, welche Herausforderungen und Lösungen es gab. Und worauf er besonders stolz ist.
Was hat die PORR im Hafen von Constanța gebaut?
Einen multimodalen Terminal mit Hafenplattform auf 120.000 m2 mit technischen Nebengebäuden, Umzäunung, externen Versorgungsnetzen, sämtlichen Anschlüssen und Gestaltung des Geländes in der Entwicklungszone D, MOL II S, Hafen Constanța Süd. Ein technisch anspruchsvolles Bauvorhaben mit hoher logistischer Bedeutung, das wir komplett mit unserem eigenen Team umgesetzt haben. Die Unterstützung von wenigen Subunternehmen brauchten wir nur bei den hochspezialisierten Elektroarbeiten.

Welche Bedeutunghat der Hafen für Rumänien?
Er ist eine strategische Drehscheibe am Schwarzen Meer. Der neue Containerterminal ermöglicht einen schnellen, reibungslosen Gütertransport per Bahn und Straße. Damit rückt Constanța stärker in die wichtigsten europäischen Logistikrouten vor. Die Investition ist bedeutend für die wirtschaftliche Entwicklung. Das Umschlagsvolumen soll um rund 340.000 t pro Jahr steigen.

Warum war dieses Projektfür dich so interessant?
Komplexe Infrastrukturprojekte zu realisieren, motiviert mich. Nach der Fertigstellung der Umgehungsstraße von Arad im Westen wechselte ich in den Südosten nach Constanța. Ich stellte mich neuen Herausforderungen. Und davon gab es einige.
Welche Herausforderungwar die größte?
Ganz klar: der Baugrund. Wir hatten es mit unkontrollierten Aufschüttungen und mit einer schwierigen, unterschiedlichen Bodenbeschaffenheit zu tun. Fast jeder Meter Boden war anders. Wir wussten, hier gibt es keine Standardlösung. Um die Fläche für die vorgesehene Nutzung herzustellen, brauchte es maßgeschneiderte Konzepte.

Wie habt ihrdas gelöst?
Mit innovativen Bauverfahren, viel Erfahrung und starkem Teamgeist. Die Dimension der Bodenverbesserung war enorm. Auf rund 60 % der Fläche setzten wir Betoneinlagerungen ein, ergänzt durch Mikropfähle mit einem Durchmesser von 600 mm und Tiefen von bis zu 11 m. Nur durch unsere umfangreichen Verfestigungsmaßnahmen konnten wir die technischen Vorgaben erfüllen. Die neue Plattform aus stabilisiertem Boden, Schottertrag und Betonverschleißschicht gewährleistet die erforderliche Tragfähigkeit von 11 t pro Meter. Im Hinblick auf den Bahn- und Schwerlastverkehr eine entscheidende Voraussetzung.

Worauf seid ihrbesonders stolz?
Nach 25 intensiven Monaten Bauzeit konnten wir unsere Arbeiten Ende 2025 erfolgreich abschließen. Wir verwandelten 12 ha ungenütztes Gelände mit schwierigsten Bodenverhältnissen in eine hochmoderne, multimodale Hafenplattform. Besonders stolz sind wir, alles mit unseren eigenen Ressourcen realisiert zu haben – mit unserer internen Expertise, unseren Kolleginnen und Kollegen vor Ort, unseren Maschinen und vor allem mit Leidenschaft und Engagement. Im Team sprechen wir noch oft darüber, wie uns der Boden täglich aufs Neue gefordert hat. Und wie die Zufriedenheit über das, was wir gemeinsam geschafft haben, alles übertrifft.