Die Baustelle als BĂŒhne: Technik und Tanz
BAU
FĂŒr unser Video tanzt Rafael Lesage ĂŒber die PORR Baustelle der Zentralberufsschule Aspern in Wien. FĂŒr ihn ist es wohl die â im wahrsten Sinne des Wortes â gröĂte BĂŒhne. FĂŒr die PORR ist es das gröĂte PPP-Hochbauprojekt Ăsterreichs. Eine Kombination aus Beton und Balance, Technik und Tanz.
Rafael ist ready: Der TĂ€nzer hat sich aufgewĂ€rmt, ist auf der Stelle gesprungen, hat jede Bewegung noch einmal im Kopf durchgespielt â wie ein SkirennlĂ€ufer kurz vor dem Start. Von einem Dach schaut er jetzt hinunter auf unsere riesige Baustelle. Im Wiener Stadtteil Aspern errichtet die PORR eine Zentralberufsschule fĂŒr bis zu 7.500 SchĂŒlerinnen und SchĂŒler jĂ€hrlich, davon 2.500 gleichzeitig, und 350 BeschĂ€ftigte. Der Holz-Hybrid-Neubau mit einer BruttogeschossflĂ€che von 42.000 mÂČ besteht aus einem 26 m hohen HauptgebĂ€ude, das durch eine GlasbrĂŒcke mit einer Werkstatt verbunden ist. Heute ist es aber nicht nur das gröĂte PPP-Hochbauprojekt Ăsterreichs. Heute ist es eine BĂŒhne.
Die groĂe Chance
Nervös ist er nicht, Rafael Lesage ist ein Profi und zum Tanzen geboren. Sein Vater, Jean Christophe Lesage, war BalletttĂ€nzer, Trainingsleiter des Balletts der Wiener Staats- und Volksoper und Ballettmeister des Wiener Staatsballetts. Auch seine Mutter war BalletttĂ€nzerin. Rafael selbst ist Tanzlehrer und hat als Mitglied von Indeed Unique 2024 die Fernsehshow Die groĂe Chance gewonnen. FĂŒr uns hat er extra eine Choreographie einstudiert. AusgerĂŒstet mit Helm, PORR Jacke beziehungsweise Weste und Sicherheitsschuhen betritt er die Baustelle. Denn die Regeln der Arbeitssicherheit gelten fĂŒr alle, auch fĂŒr TĂ€nzer. Oben auf dem Dach steht er nun allein. Und dann geht es los. Kamera ab. Ton lĂ€uft. Rafael tanzt. Eine Drohne nĂ€hert sich, umkreist ihn, steigt wieder hoch und zeigt KrĂ€ne, Baugruben, Bagger und die gewaltigen Dimensionen des Projekts, bevor sie durch Rafaels Beine hindurchfliegt. Wir verfolgen auf einem kleinen Bildschirm, was die Drohne filmt. Rafael tanzt noch zwei-, dreimal. Dann haben wir auch schon alles im Kasten.
Der groĂe Fund
Jetzt sind unsere Stars dran: Die Bauleiter Patrick Schneider und Alen Heric fĂŒhren uns ĂŒber das GelĂ€nde. Bei der Zentralberufsschule Aspern steht Nachhaltigkeit im Fokus: CO2-reduzierter Zement, hochmoderne GebĂ€udetechnik, und neben Photovoltaik und GrĂŒndĂ€chern wird es auch eine geothermische Anlage mit einer Leistung von bis zu 1.068 kW geben. 145 Tiefbohrungen mit insgesamt 19.430 Bohrmetern waren dafĂŒr nötig. Im Herbst wird der Rohbau schon fertig sein, Mitte des Jahres starten die Kolleginnen und Kollegen mit der Fassade und dem Innenausbau. Besonders spannend: WĂ€hrend der Arbeiten ist man unter anderem auf GrabstĂ€tten von Soldaten und Pferden gestoĂen, die aus der 1809 geschlagenen Schlacht von Aspern-Esslingen stammen â der ersten bedeutenden Niederlage Napoleons. Und man hat auch Siedlungsgruben aus der SpĂ€tbronzezeit entdeckt.
Ein Projekt der Superlative. Eine Baustelle als BĂŒhne. Ein Tanz zwischen Geschichte, Gegenwart und Vision.





