Hinter den BauzÀunen Baudetails Technik

GebÀudeerweiterung Continental Iasi

28.11.2019 / RomĂąnia / Andrei Docan
HOCH
BAU
Übersicht

Factbox


Auftraggeber: Continental Automotive Romania

Auftragnehmer: PORR Construct

Architekt: Arcadia Engineering

Auftragsart: Generalunternehmerin

Projektart: Hochbau

Leistungsumfang: Planung und Bau eines mit einem BestandsgebĂ€ude verbundenen siebengeschossigen BĂŒrogebĂ€udes inklusive Anbauten

Auftragsvolumen: EUR 24,7 Mio.

Baubeginn: 01/2019

Bauende: 03/2020

Im rumÀnischen Iasi erweitert die PORR das bestehende Forschungszentrum des Reifenherstellers Continental um einen siebenstöckigen Neubau inklusive Anbauten.

Die Betonfertigteilkonstruktion des siebenstöckigen GebĂ€udes zĂ€hlt zu den ersten seiner Art in RumĂ€nien. Die grĂ¶ĂŸten Herausforderungen in der ersten Projektphase stellten die schwierigen Boden- und WetterverhĂ€ltnisse und die Koordination der Subunternehmen dar.

Mit der Erweiterung des bestehenden Forschungszentrums in Iasi plant der Reifenhersteller Continental eine Zentralisierung der lokalen F&E-AktivitĂ€ten. Hier sollen die derzeit noch ĂŒber viele kleine BĂŒrostandorte in der Stadt verstreuten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ab MĂ€rz 2020 ein neues Zuhause finden. Den Zuschlag fĂŒr das 24,7-Millionen-Euro-Projekt erhielt die PORR Construct. Die Umsetzung erfolgt fast ausschließlich mit lokalen ArbeitskrĂ€ften und Subunternehmen.

Projektdetails

Die Erweiterungen des Zubaus befinden sich an der Ost- und Westseite des BestandsgebÀudes und in den Innenhöfen. Quelle: Arcadia Engineering

Das aktuelle Forschungszentrum in Iasi umfasst ein fĂŒnfgeschossiges BĂŒrogebĂ€ude mit einem kleinen, einstöckigen Zubau, der als Testgarage, Abfallraum und Umspannwerk dient. Die Erweiterungen befinden sich an der West- und Ostseite des BestandsgebĂ€udes sowie in den Innenhöfen der beiden mehrstöckigen GebĂ€ude.

Nach dem Aushub wurden 400 BetonpfĂ€hle gebohrt und das GebĂ€udefundament betoniert. Schon in dieser frĂŒhen Projektphase mussten sich die Expertinnen und Experten der PORR den ersten grĂ¶ĂŸeren Herausforderungen stellen. So musste etwa die 85 Tonnen schwere Bohrmaschine aufgrund des schlammigen GelĂ€ndes von einer ArbeitsbĂŒhne gestĂŒtzt werden und der wiederkehrende Starkregen behinderte den Versatz- und Verdichtungsprozess. Um die zeitlichen Auswirkungen so gering wie möglich zu halten, wurde das GebĂ€udefundament in zwei Parzellen aufgeteilt. So konnten die Arbeiten an der ersten HĂ€lfte der zu betonierenden Grundplatte trotz schwieriger Rahmenbedingungen vorangetrieben werden.

Neue Bauweise

Exakte Platzierung der BewehrungsstĂ€be fĂŒr die Montage der Spleißmuffen. Quelle: PORR Construct

Ein besonderes Highlight des Projekts ist die Betonfertigteilkonstruktionsweise, die in RumĂ€nien noch kaum verbreitet ist. Ein System aus einem Rahmen mit starren Fugen mit vorgefertigten StahlbetontrĂ€gern und –stĂŒtzen sorgt dafĂŒr, dass die Auswirkungen der Bauarbeiten auf die BestandsgebĂ€ude minimiert und die Montagegeschwindigkeit erhöht wird.

Die Hauptkomponente des Konstruktionssystems ist ein QuertrĂ€ger mit FertigteilstĂŒtzen, die von Wellrohren durchzogen sind. Dadurch kann die Bewehrung von der unteren in die obere Ebene hin durchgefĂŒhrt werden. Die Verbindung zwischen den QuertrĂ€gern und den LĂ€ngstrĂ€gern erfolgt durch Spleißmuffen, die in den FertigteilstĂŒtzen im Werk montiert und vor Ort mit einem Mörtel injiziert werden.

Um Probleme zu vermeiden, werden die FertigteilstĂŒtzen erst nach einer genauen PositionsprĂŒfung der Anschlussbewehrung montiert. Die aus der Grundplatte austretenden BewehrungsstĂ€be mussten mit einer maximalen Abweichung von 5 mm platziert werden, um die Spleißmuffen der FertigteilstĂŒtzen genau auf die aufnehmenden Bewehrungsenden montieren zu können.

Eine grosse Herausforderung in der ersten Projektphase war die Koordination der Subunternehmer fĂŒr die Fertigteilproduktion und –montage mit den Subunternehmern fĂŒr den gegossenen Ortbeton.

Fazit

In dieser ersten Phase des Projekts bestand die grĂ¶ĂŸte Herausforderung darin, die Subunternehmer fĂŒr die Fertigteilproduktion und –montage mit den Subunternehmern fĂŒr den gegossenen Ortbeton zu koordinieren. Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist eine Art Puzzle aus vorgefertigten

Elementen, die durch kleine Elemente aus Ortbeton miteinander verbunden sind.
Durch die gute Zusammenarbeit der einzelnen Teams steht einer termingerechten Fertigstellung im MĂ€rz 2020 nichts im Wege.

Technische Daten

Aushubmenge

20.000 mÂł

BohrpfÀhle

400

BruttogeschossflÀche

2.200 mÂČ

LandflÀche

25.000 mÂČ

Aushubtiefe

3,5 m

PKW-StellplÀtze

150

Verbauter Stahl

50 t

Verbauter Beton

9.000 mÂł

Verbauter Betonstahl

1.200 t

Haben Sie Fragen

* Pflichtfelder
WORLD OF PORR Das Magazin der Baubranche.