GebÀudeerweiterung Continental Iasi
BAU
Factbox
Auftraggeber: Continental Automotive Romania
Auftragnehmer: PORR Construct
Architekt: Arcadia Engineering
Auftragsart: Generalunternehmerin
Projektart: Hochbau
Leistungsumfang: Planung und Bau eines mit einem BestandsgebĂ€ude verbundenen siebengeschossigen BĂŒrogebĂ€udes inklusive Anbauten
Auftragsvolumen: EUR 24,7 Mio.
Baubeginn: 01/2019
Bauende: 03/2020
Im rumÀnischen Iasi erweitert die PORR das bestehende Forschungszentrum des Reifenherstellers Continental um einen siebenstöckigen Neubau inklusive Anbauten.
Die Betonfertigteilkonstruktion des siebenstöckigen GebĂ€udes zĂ€hlt zu den ersten seiner Art in RumĂ€nien. Die gröĂten Herausforderungen in der ersten Projektphase stellten die schwierigen Boden- und WetterverhĂ€ltnisse und die Koordination der Subunternehmen dar.
Mit der Erweiterung des bestehenden Forschungszentrums in Iasi plant der Reifenhersteller Continental eine Zentralisierung der lokalen F&E-AktivitĂ€ten. Hier sollen die derzeit noch ĂŒber viele kleine BĂŒrostandorte in der Stadt verstreuten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ab MĂ€rz 2020 ein neues Zuhause finden. Den Zuschlag fĂŒr das 24,7-Millionen-Euro-Projekt erhielt die PORR Construct. Die Umsetzung erfolgt fast ausschlieĂlich mit lokalen ArbeitskrĂ€ften und Subunternehmen.
Projektdetails

Das aktuelle Forschungszentrum in Iasi umfasst ein fĂŒnfgeschossiges BĂŒrogebĂ€ude mit einem kleinen, einstöckigen Zubau, der als Testgarage, Abfallraum und Umspannwerk dient. Die Erweiterungen befinden sich an der West- und Ostseite des BestandsgebĂ€udes sowie in den Innenhöfen der beiden mehrstöckigen GebĂ€ude.
Nach dem Aushub wurden 400 BetonpfĂ€hle gebohrt und das GebĂ€udefundament betoniert. Schon in dieser frĂŒhen Projektphase mussten sich die Expertinnen und Experten der PORR den ersten gröĂeren Herausforderungen stellen. So musste etwa die 85 Tonnen schwere Bohrmaschine aufgrund des schlammigen GelĂ€ndes von einer ArbeitsbĂŒhne gestĂŒtzt werden und der wiederkehrende Starkregen behinderte den Versatz- und Verdichtungsprozess. Um die zeitlichen Auswirkungen so gering wie möglich zu halten, wurde das GebĂ€udefundament in zwei Parzellen aufgeteilt. So konnten die Arbeiten an der ersten HĂ€lfte der zu betonierenden Grundplatte trotz schwieriger Rahmenbedingungen vorangetrieben werden.
Neue Bauweise

Ein besonderes Highlight des Projekts ist die Betonfertigteilkonstruktionsweise, die in RumĂ€nien noch kaum verbreitet ist. Ein System aus einem Rahmen mit starren Fugen mit vorgefertigten StahlbetontrĂ€gern und âstĂŒtzen sorgt dafĂŒr, dass die Auswirkungen der Bauarbeiten auf die BestandsgebĂ€ude minimiert und die Montagegeschwindigkeit erhöht wird.
Die Hauptkomponente des Konstruktionssystems ist ein QuertrĂ€ger mit FertigteilstĂŒtzen, die von Wellrohren durchzogen sind. Dadurch kann die Bewehrung von der unteren in die obere Ebene hin durchgefĂŒhrt werden. Die Verbindung zwischen den QuertrĂ€gern und den LĂ€ngstrĂ€gern erfolgt durch SpleiĂmuffen, die in den FertigteilstĂŒtzen im Werk montiert und vor Ort mit einem Mörtel injiziert werden.
Um Probleme zu vermeiden, werden die FertigteilstĂŒtzen erst nach einer genauen PositionsprĂŒfung der Anschlussbewehrung montiert. Die aus der Grundplatte austretenden BewehrungsstĂ€be mussten mit einer maximalen Abweichung von 5 mm platziert werden, um die SpleiĂmuffen der FertigteilstĂŒtzen genau auf die aufnehmenden Bewehrungsenden montieren zu können.
Eine grosse Herausforderung in der ersten Projektphase war die Koordination der Subunternehmer fĂŒr die Fertigteilproduktion und âmontage mit den Subunternehmern fĂŒr den gegossenen Ortbeton.
Projektleiter, PORR CONSTRUCT S.R.L.
Fazit
In dieser ersten Phase des Projekts bestand die gröĂte Herausforderung darin, die Subunternehmer fĂŒr die Fertigteilproduktion und âmontage mit den Subunternehmern fĂŒr den gegossenen Ortbeton zu koordinieren. Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist eine Art Puzzle aus vorgefertigten
Elementen, die durch kleine Elemente aus Ortbeton miteinander verbunden sind.
Durch die gute Zusammenarbeit der einzelnen Teams steht einer termingerechten Fertigstellung im MĂ€rz 2020 nichts im Wege.
Technische Daten
- Aushubmenge
20.000 mÂł
- BohrpfÀhle
400
- BruttogeschossflÀche
2.200 mÂČ
- LandflÀche
25.000 mÂČ
- Aushubtiefe
3,5 m
- PKW-StellplÀtze
150
- Verbauter Stahl
50 t
- Verbauter Beton
9.000 mÂł
- Verbauter Betonstahl
1.200 t