Sanierung Einkaufs- und BĂŒrozentrum Vinice
BAU
Factbox
Auftraggeber: CARPET INVEST s.r.o.
Auftragnehmer: PORR a.s.
Auftragsart: Generalunternehmer
Projektart: Hochbau . Revitalisierung
Leistungsumfang: Umbau und Sanierung eines BĂŒrogebĂ€udes
Baubeginn: 05/2018
Bauende: 09/2019
Ort: Prag
Vom alten BĂŒrogebĂ€ude zum modernen Medienhaus
Im Herzen von Prag setzt die PORR ein anspruchsvolles Revitalisierungsprojekt um, das weit ĂŒber eine klassische Sanierung hinausgeht.
Um den Anforderungen eines modernen Medienhauses gerecht zu werden, bleibt bei der Revitalisierung des alten BĂŒrogebĂ€udes nur das Tragwerk erhalten. Alles andere wird abgebrochen und durch neue, teilweise sehr anspruchsvolle Konstruktionen ersetzt.

Lange Vorgeschichte
In der NĂ€he der Prager Innenstadt verwandelt die PORR in weniger als 1,5 Jahren ein biederes BĂŒrogebĂ€ude aus den 90er-Jahren in ein modernes Medienhaus. Als Hauptmieterin wird eine Mediengruppe einziehen, die mit sieben FernsehkanĂ€len und sechs Rundfunkstationen zu den Schwergewichten der tschechischen Medienlandschaft zĂ€hlt. Mit einer Dauer von mehr als sechs Monaten ist der eigentlichen Revitalisierung ein unĂŒblich langes Ausschreibungsverfahren vorangegangen. Die PORR nutzte diesen Zeitraum, um gemeinsam mit dem Bauherrn und in enger Zusammenarbeit mit der Haustechnikabteilung ein optimales Sanierungskonzept innerhalb eines vorgegebenen Budgetrahmens zu erarbeiten. Um den Ablauf auf der Baustelle zu optimieren, wurde zudem gemeinsam mit den Nachunternehmen ein 3D-Modell der aufwendigen Stahlkonstruktionen erstellt. Diese umfassende Projektvorbereitung war neben der Preisgestaltung mitunter ein Grund fĂŒr die Auftragserteilung an die PORR.
Gemeinsam mit dem Bauherrn und anderen Projektbeteiligten haben wir ein optimales Sanierungskonzept erarbeitet.
Bauvorbereiterin, PORR a.s.
Kaum ein Stein bleibt auf dem anderen
Das GebĂ€ude besteht aus drei Unter- und acht Obergeschossen. In den Untergeschossen entstehen zusĂ€tzlich zu einer Tiefgarage ein Fernsehstudio sowie mehrere Lager- und TechnikrĂ€ume. Das Erdgeschoss wird neben der Lobby einen Supermarkt und ein weiteres, 600 mÂČ groĂes Fernsehstudio beherbergen. Das Herz des neuen Medienhauses schlĂ€gt im zweiten Obergeschoss. Dort befinden sich der Haupteingang, das Hauptnachrichtenstudio, mehrere Rundfunkstudios, ein CafĂ© und eine Pizzeria. Die restlichen Geschosse bestehen vor allem aus BĂŒro- und NebenrĂ€umen. Vom ursprĂŒnglichen Objekt bleibt lediglich die Tragwerkkonstruktion erhalten. Alles andere - von den AuĂenwĂ€nden ĂŒber die Haustechnikanlagen und Elektroinstallationen bis hin zu den AufzĂŒgen und Innenausbauten - wird abgebrochen und ersetzt. Dabei liegen die spezifischen Anforderungen des zukĂŒnftigen Mieters mit Nachrichten- und Rundfunkstudios deutlich ĂŒber dem Niveau einer klassischen Sanierung. So mussten etwa Teile der bestehenden Deckenkonstruktion samt StĂŒtzen beseitigt und die Neukonstruktion entsprechend statisch verstĂ€rkt werden. Die neue Ăberdachung wird ohne StĂŒtzen ausgefĂŒhrt, die Stahlbetonverbundplatte auf einer Raumfachwerk-Stahlkonstruktion abgehĂ€ngt. Aufgrund der hohen Anforderungen an die Raumakustik in Verbindung mit verglasten TrennwĂ€nden musste der LuftschalldĂ€mmung besonderes Augenmerk geschenkt werden.
Die Baustellenversorgung erfolgt ĂŒber einen bestehenden Tunnel und mit Hilfe von GroĂkapazitĂ€ts-BaustellenaufzĂŒgen.
Leiter Aquisition, PORR a.s.

Logistische Herausforderung
Die Lage des GebĂ€udes an der Hauptverkehrsader des Stadtteils sowie das eng bebaute Umfeld machten die BauausfĂŒhrung zu einer logistischen Herausforderung. Zudem musste der Supermarkt noch wĂ€hrend der Arbeiten am restlichen GebĂ€ude in Betrieb genommen werden und einige StellplĂ€tze der Tiefgarage wurden wĂ€hrend der gesamten Bauzeit als öffentliche ParkplĂ€tze genutzt. Auf diese ungewöhnlichen Rahmenbedingungen muss wĂ€hrend der gesamten BautĂ€tigkeit RĂŒcksicht genommen werden. SĂ€mtliche BauablĂ€ufe mĂŒssen so geplant sein, dass das öffentliche Leben in der unmittelbaren Umgebung des Bauplatzes so wenig wie möglich eingeschrĂ€nkt wird. Die Baustellenversorgung erfolgt ĂŒber einen bestehenden Versorgungstunnel und mithilfe von GroĂkapazitĂ€ts-BaustellenaufzĂŒgen, die in den gegenwĂ€rtigen Atrien des Objektes installiert wurden.
FĂŒr die Zukunft gewappnet
Mit der Revitalisierung dieses BĂŒrogebĂ€udes in Prag hat sich die PORR eine wichtige Referenz fĂŒr zukĂŒnftige AuftrĂ€ge gesichert. Denn schon heute ist absehbar, dass in den nĂ€chsten Jahren in der Tschechischen Republik zahlreiche BĂŒrogebĂ€ude aus den 90er-Jahren mit dem Ziel einer Umnutzung auf den Markt kommen werden.
- 0 mÂČ
BruttogeschossflÀche
- 0
PKW-StellplÀtze
Technische Daten
- Verbaute FlÀche
5.047 mÂČ
- Obergeschosse
8
- Untergeschosse
3

